Montag, 4. November 2013

Teil 6: Santiago

Wieder mal Neuigkeiten aus dem fernen Chile! Hab mich relativ schnell hier wieder eingelebt nachdem ich den Kälteschock verdaut hatte. Dieses Wochenende hatte es zwar wieder frühlingshafte 30°C aber unter der Woche war es doch etwas frischer! Bis Freitag hab ich mich darum in gewohnter Weise hier durch die Gegend geschlagen und viel in meinem Lieblingscafe aufgehalten =). 

Samstag und Sonntag hatte ich zu meinem Wochenende der Märkte bestimmt, darum war ich Freitag mit Fernando von der Arbeit , seiner Freundin und noch nem Kumpel von ihm auf dem Markt bzw der Persa "Bio Bio". Krasser scheiß... also so wirklich. Hätte mir davor nicht vorstellen können das ein Markt sooo groß sein kann, wir waren bestimmt 4-5 Stunden nur am Laufen und Fernando sagte wir hätten nichtmal die Hälfte gesehen. Äußerst beeindruckend, auch das Angebot, es gibt da einfach ALLES, also wirklich ALLES. Die hatten von Filmscheinwerfer bis zur Nazipropaganda von 1939 + passende Originaluniformen alles da. Ich hätte da glaub ich nicht mehr rausgefunden aus dem Ding. Danach war ich dann noch n bisschen bei Fernando und hab mich mit seinen Großeltern über Biergläser und Politik unterhalten, bzw. sagen wir mal so ich habe es versucht =D.




Am nächsten Tag war ich dann so im Marktfieber, dass ich mich direkt in die nächste Tour gestürzt habe. Diesmal zu den Märkten die eher im Stadtcentrum liegen, wie dem Mercado central oder der Vega central. Aber zuerst mal zum Mercado central, der klassische Fischmarkt Santiagos. Aaaalles voller glitschiger Sachen, aber sehr interessant.



Dann gings ab zum Vega central, früher mal der größte Gemüse- und Fruchtmarkt, also eigentlich immernoch. Aber die jetzige Fläche entspricht nurnoch 4% der ursprünglichen, der Rest wurde vor die Stadt verlagert. 4% heißen aber immernoch so 8 Häuserblocks oder so, fast schon überschaubar also. Heutzutage haben alle Händler dort verschiedene Sachen im Angebot, logisch sollte man meinen. Früher war es allerdings auf der Größe so, dass auf den einzelnen Plätzen jeweils nur ein Gemüse, zum Beispiel nur Tomtaten verkauft wurden. Gibt natürlich nicht nur Gemüse da, aber das war mit am beispielhaftesten. Unser Guide konnte dann zu allem was zum Besten geben und wusste überall ne kleine Geschichte dazu, sehr unterhaltsam.




Den krönenden Abschluss bildete dann der Besuch des Friedhofes, kann jetzt also auch erkennbare Bilder bei Tageslicht bieten. Auch hier wieder viel interessanten über Grutas und Animitas, die Verehrung unoffizieller Heiliger, das Entstehen und zwangsweise Vergehen der eindrucksvollen Grabmäler, und warum manche Teile des Friedhofes, zumindest auf mich, ein bisschen so aussehen wie Freibadschließfächer. All das erzähl ich wenn ich Zuhause bin, kann ja nicht alles vorwegnehmen ;-).


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