So nun der Bericht über die letzten Tage meine Rundreise. Ist heut und Morgen Feiertag in Chile, da hab ich wieder n bisschen Zeit.
Mein letzter Bericht endete in Arica, bevor ich mit Lara und Nora Richtung Arica durch die Nacht losgebraust bin. Das war in sofern spannend, als das sie uns unsere Pässe abgenommen haben während der Fahrt: Drogenschmuggelprävention. Der Ami der hinter uns saß und kein Wort Spanisch konnte war aber glaube ich davon überzeugt das sie irgendwas illegales mit seinem Pass vorhatten.
Arica is ne Küstenstadt an der Nordgrenze zu Peru, wollte ja eigentlich übernachten dort aber soviel bot es dann doch nicht. Waren also nur n bisschen Schlendern am Strand, haben uns ein paar der ältesten Mumien der Welt angeschaut und ein Kriegsdenkmal, das war nämlich vor 100 Jahren noch Bolivien, und dann sind die Mädels in Richtung Peru aufgebrochen und ich nach Iquique.
Die Busfahrt nach Iquique war wieder mit Passeinsammeln und zwischendurch nochmal das Gepäck durchleuchten, könnte ja n peruanischer Apfel drin sein! Nachdem ich mit der Brasilianerin neben mir dann noch n bisschen über Iquique geplaudert hatte waren wir auch schon da. Und die Stadt war schon um einiges mehr nach meinem Geschmack =). Wenn Santiago wie Manhattan ist, dann stell ich mir so die Strandpromenade Miami in den 80ern vor. Die Innenstadt hatte eher so n bisschen einen Hauch von Wild West Stadt, alle Häuser haben hier ein 3. offenes Stockwerk das mit leichtem Material gedeckt ist, damit das eigentliche Dach im Schatten liegt.
Bin dann auch direkt mal ne Runde surfen gegangen, die ersten kleinen Wellen haben auch schon geklappt, und n bisschen die Stadt erkunden. Am nächsten Tag sind mir von dem rumgepaddel zwar fast die Arme abgefallen aber das wusste ich da noch nicht ;-).
Nachmittags war ich dann mit ner Argentinierin aus meinem Zimmer n bisschen unterwegs und hab mir ein Zelt gekauft. Vielleicht brauch ich das ja im Süden mal und hey 15Euro! Also solange es sich nicht im Regen auflöst n super Deal =). Das argentinische Spanisch ist übrigens bisher mein Favorit, das ist so schön mit "sch" die ganze Zeit. Das klingt gehst du an den Strand, also Vas (v wie b) a la playa eher nach Baasch a la plaascha. 1a! Klingt als hätten die ständig Kartoffeln im Mund, sehr sympatisch!
Am nächsten Tag, Sonntag schon, war ich dann nochmal unterwegs in kultureller Mission und wollte mir die ehemaligen Salpeter Abbaustätten Santa Laura und Humberstone anschauen, immerhin UNESCO-Weltkulturerbe. Beide schon länger aufgegeben aber "konserviert" als Zeugen der "weißen Goldrausches" ab der letzte Jahrhundertwende. Heutzutage gehts dabei eher um Metalle aber das seht ihr nachher. Humberstone auf jedenfall ist bzw. war eine ganze Stadt mitten in der Wüste, komplett mit Läden, Theater, Schwimmbad (komplett aus Metall da der Boden sich durch die Hitzeunterschiede ständig verändert und dann das Wasser versickert wäre), Marktplatz und Krankenhaus.
Unsere Tour schloß dann noch Pica ein, eine "Erholungsoase", für mich wars jetzt eher n überfülltes Schwimmbecken aber schaut selbst. Dafür gabs dort leckere Zitronen, essentiell für chilenischen Pisco Sour!
Nachdem ich auf der Rückfahrt noch schnell einen Brocken Salz einpackt hatte, auch hier wieder Salzwüsten, gings dann auch flugs nach Iquique zurück. Achja auch auf der Ausfahrt wieder nur Chilenen, mein Spanisch ist nach dem Trip jetzt sozusagen zwangsaufgebessert ;-). War also eigentlich n Bildungsurlaub. Im Rahmen dessen hab ich mir dann n Abends noch n Tangokonzert angesehen, bin jetzt direkt motiviert da n Tanzkurs zu machen!
In der späten Nacht so gegen 1 gings dann nach Calama da ich von dort am Montag ja meinen Rückflug hatte. Den letzten Tag in Calama hab ich dann eigentlich nur damit genutzt mit Chuquicamata anzusehen, die größte offene Kupfermine der Welt. Aber vor allem ist es mal ein rießiges Loch in dem rießige Laster wie Spielzeugautos aussehen. Ihr könnt ja mal die kleinen Punkte suchen im Bild suchen und daran denken, dass die Trucks so knapp 2-3 Stockwerke hoch sind.
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