Sonntag, 5. Januar 2014

Teil 11: Sur Chico | Los Lagos (Argentina)

Bariloche soll das Ziel des heutigen Tages sein. Da die Grenzübergänge alles irgendwo in der Wildnis liegen schließen die Nachts, ergo muss die Tour dorthin am Tage erfolgen. Sollte sich herausstellen das die Fahrt bei Nacht eine Schande gewesen wäre.

Erst ging es durch schmaler werdende Andentäler immer weiter Richtung Grenze, erst verschwanden die Dörfer, dann die Farmen, die Landschaft wurde wilder, die Vegetation dichter. Irgendwann endete auch die Straße und es ging auf einem von der Erosion metertief in den Berg gerissenen Geröllweg weiter, beiderhand offen liegende Wurzeln und aufgerissenes Erdreich und direkt dahinter 20m hoch undurchdringbares Grün. Klingt dramatisch war aber so ;-). Achja hier übrigens auch mal n Bild von nem Bus, so muss man sich das Reisen in Chile vorstellen, sehr "zivilisiert" also =).




Im Vergleich mit dem Andenpass war die Höhe zu vernachlässigen, dafür war die Landschaft umso vielfältiger. Smaragdfarbene Kristallseen säumten den Weg zur Grenzstation. Die lag im Schatten des Lahin, des sozusagen großen Brudes des Vulkans Villarica. Sehr majestätisch, von den für Araukanien typischen Hochebenen und Wäldern umgeben. Und dann wieder der gleiche Effekt wie schon bei der Grenzquerung nach Mendoza. Kaum ist man in Argentinien wird alles weit, kein schmales Tal weit ;-) und breit. Achja an der Grenze haben sie nur 1h gebraucht! Rabiat schnell =).




So düsten wir also dahin Richtung San Martin, die Fahrt war im Endeffekt nämlich eigentlich 2 Fahrten mit einmal umsteigen. Optimal eigentlich, ist doch San Martin das Gegenstück zu Pucon auf der anderen Seite des Andenkamms. Sollte also einen Besuch wert sein =). War dann auch so, allein des Essens wegen. Und der Eiscreme! Nachdem mir die immerwieder gerühmt wurde dachte ich probierste das mal. Dabei traf ich dann die beiden Engländer, Gilles und seine Freundin. Irgendwie reise ich also doch nicht alleine :D. Also Eiscreme, großartig!, seltsamerweise hieß der Laden Austria, generell wirkte San Martin im Gegensatz zum "deutschen" Pucon österreichisch. Bizarr! Aber die Eiscreme!, keine Abgabe in Kugeln sondern in Kilo, bzw in halben Kilo :D. So muss das sein. Man schlenderte also durch San Martin, wir saßen ein bisschen am Strand und warteten was so passierte. Relativ wenig. Aber schön dort.




Und dann hüpften wir auch schonwieder in den Bus um nach Bariloche weiterzustechen, teils auf, teils auf Parallelstrecken der Ruta 40. In dem Abschnitt auch 7 Seen Route genannt, nicht so schwer zu erraten warum. Wunderschön, wilde Landschaften bei deren Anblick man versucht war zu sagen, dass bis zu Horizont niemand wohnt. Seltsamerweise sind immerwieder Leute ein- und ausgestiegen. Wohin? Ich weiß es nicht. Aber hat bestimmt seinen Reiz da an nem See sein Zelt aufzuschlagen und einfach da zu sein =). Da die Ruta 40 der Wildnis entsprechend ne Staubpiste war hab ich nur wenige Bilder, wenige die es wert wären gesehen zu werden zumindest :P.




Umso näher wir Bariloche kamen umso größer wurden die Seen. Bzw sie schienen es zu werden. Es stellte sich heraus das wir eigentlich an und dem selben See entlangfuhren der die lächerliche Länge von 100km hat. Ich mein was ist das schon. So fuhren wir da also, zeitweise verzögert von ein paar Protestlern, im Sonnenuntergang Richtung Bariloche. Leichte Bewölkung, der Himmel über uns schien zu glühen und vor uns die Anden die Nahuel Huapi, den See, und damit auch Bariloche umgaben. Wahnsinn. Gute Einstimmung auf Bariloche =).



Erschöpft von den Reise schafften wir es gerade noch einen Irish Pub aufzusuchen um uns erneut zu beleben. Im nächsten Eintrag mehr zu den Schönheiten, so naturmäßig ;-), von Bariloche!

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